Das Enneagramm 

Dank dem Wissen um unterschiedliche Persönlichkeitstypen und die damit verbundenen Denkweisen, emotionalen Haltungen und Verhaltensweisen können positive Entwicklungen bei Dir und in Deinem Umfeld angestossen werden.
Darin liegt ein Schlüssel zur Entwicklung Deiner Persönlichkeit, für mehr Lebensqualität, Glück und Zufriedenheit und zum besseren Verständnis der Menschen in Deinem Leben.

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Eine Enneagramm Beratung beinhaltet gezielte Fragen und ein ausführliches Gespräch. Diese unterstützen Dich dabei Deinem Typ auf die Spur zu kommen.

Wenn Du Dich bereits zuordnen kannst, geht es darum zu ergründen wie es Dir möglich wird, Dich weiter zu entwickeln und anspruchsvollen Situationen zu begegnen.

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3 Zentren der Intelligenz

Bauchmenschen handeln aus dem Bauch heraus, folgen ihrer Intuition und bleiben ihren Überzeugungen treu. In einer neuen Situation finden sie rasch die Orientierung und es ist ihnen wichtig sich zu positionieren. Sie richten sich nach ihren eigenen Massstäben und spüren was ihnen gut tut. Wenn Bauchtypen etwas zuwiderläuft, empfinden sie Wut, auch wenn ihnen das nicht immer anzusehen ist. Bauchtypen haben eine starke Ich- und Werteorientierung.

Energie: stark, präsent

Kompetenz: Intuition und Handeln

Sprache & Sprechen: stark, klar und werteorientiert

 

Die Grundthemen der Herzmenschen sind Gefühle und zwischenmenschliche Beziehungen. Das handlungsleitende Gefühl ist Scham. Herzmenschen machen sich oft darüber Gedanken, wie sie bei anderen ankommen und möchten ein bestimmtes Bild von sich vermitteln und auch aufrechterhalten. Sie haben eine ausgeprägte Du- und Beziehungsorientierung. Sie sind empfindsam, gefühlsbetont und suchen Nähe, Anschluss und Anerkennung.

Energie: lebhaft, aktiv, zugewandt

Kompetenz: Gefühle und Beziehungen

Sprache & Sprechen: emotional, lebendig

 

Bei den Kopfmenschen steht Sicherheit und Orientierung im Fokus. Oft sind sie auch mit dem Gefühl von Angst konfrontiert. Sie betrachten- und halten ihre Umgebung gerne auf Abstand, sind daher in einem ersten Zug eher Beobachter als aktive Teilnehmer des Geschehens. Sie mögen Objektivität und Sachlichkeit und sind oft Denker, Visionäre und Analytiker. Sie wollen genau Bescheid wissen und ziehen ein sicheres Gefühl aus Wissen, Informationen und Unabhängigkeit.

Energie: ruhig und distanziert

Kompetenz: Denken und Erkennen

Sprache & Sprechen: ruhig, sachlich und zurückhaltend

Die 9 Untertypen des Enneagramms

 

Typ 9 – Der Vermittler

Fixierung: Harmonie

Aufmerksamkeit: Ablenkung

Typ 9 möchte die Welt um sich herum gerne in Harmonie sehen. Konflikte machen ihm Angst und er geht ihnen aus dem Weg. «Nein» sagen zu müssen und die Enttäuschung des Gegenübers auszuhalten, stört die gewünschte Harmonie des Typ 9. Deswegen sagt Typ 9 oft zu Dingen «Ja», die er eigentlich nicht möchte.

Sehr häufig weiß Typ 9 gar nicht, was er selbst will. Er ist es so sehr daran gewöhnt, die Bedürfnisse der Menschen in seinem Umfeld in sich aufzunehmen und danach zu handeln, dass er nie gelernt hat, auf sich selbst zu hören. Typ 9 verliert sich leicht in einer Handlungs-Trägheit, und auch entscheiden fällt ihm manchmal schwer. Nicht selten kommt dazu, dass er gar nicht entscheidet oder Entscheidungen aufschiebt – in der Hoffnung, dass es sich irgendwie von alleine löst.

Wenn Typ 9 spürt, dass etwas entgegen seiner Bedürfnisse passiert, reagiert er meistens passiv-aggressiv. Anstatt seine Wut unmittelbar zu zeigen versucht er, zumindest oberflächlich, die Harmonie zu erhalten.

Typ 9 ist emphatisch und sehr sozial und kann daher zwischen zwei Parteien gut vermitteln. Typ 9 kann sich auch gut in andere Menschen hineinversetzen und steht einem in schwierigen Situationen treu und beratend zur Seite.

 

Typ 1 – Der Perfektionist

Fixierung: Perfektion

Aufmerksamkeit: Richtig und Falsch

Für Typ 1 geht es im Leben um Richtigkeit und Ordnung. Der innere Kritiker ist im Typ 1 besonders laut und stark. Die eigene Unvollkommenheit und die der anderen ist für Typ 1 somit nur schwer zu ertragen, was für diesen Typ ständig eine Herausforderung darstellt.

Für Typ 1 sind „Richtig“ und „Falsch“ absolute Gegebenheiten. Seine Brille auf die Welt und auf sein engeres Umfeld ist Schwarz und Weiß. Ein Grau existiert nicht im Denken des Typ1. Entsprechend fühlen sich Menschen im Umfeld des Typ 1 schnell kritisiert. Er ist aber auch mit sich selber sehr streng und selten zufrieden. Einfach mal so etwas auszuprobieren fällt Typ 1 sehr schwer. Entweder er versucht etwas zu perfektionieren oder er lässt es ganz. Ebenso schwer fällt es Typ 1 zu entspannen und ohne Zeitdruck und Struktur in den Tag hineinzuleben.

Typ 1 fühlt sich für seine Familie, für sein Team, für seine Freunde stark verantwortlich und macht sich viele Sorgen um deren Wohl.

Um seinen eigenen hohen Idealen und Prinzipien ausnahmslos gerecht zu werden, zeigt Typ 1 eine extrem hohe Leistungsbereitschaft.

 

Typ 2 – Der Helfer

Fixierung: Liebe

Aufmerksamkeit: Anerkennung

Für Typ 2 geht es im Leben um Geben und um Beziehungen.

Typ 2 ist besonders warmherzig, freundlich und rücksichtsvoll. Hilfsbereit zu sein ist für Typ 2 eine Selbstverständlichkeit. Wenn jemand seine Hilfe braucht, ist Typ 2 auch bereit, seine ganze Kraft für den anderen einzusetzen. Auch wenn er es nicht direkt wahrhaben will, erwartet Typ 2 durchaus, dass diese Hilfe anerkannt wird.

Typ 2 betritt einen Raum und wirft automatisch seine Netze aus. Durch ein strahlendes Lächeln, ein freundliches „Hallo“ und aufmerksame Blicke werden die Menschen direkt in seinen Bann gezogen. Als Kind fällt Typ 2 durch seine fröhliche Art und sein ansteckendes strahlendes Lächeln auf. Extrem empathisch erspürt Typ 2 aktiv bei seinem Gegenüber, was er oder sie genau in diesem Moment braucht, sei es zuhören, loben oder unterstützen. Umgekehrt ist Typ 2 sehr stolz und nimmt ungern selbst Hilfe in Anspruch. Darauf zu warten, dass Typ 2 jemanden um Hilfe bittet, ist ein hoffnungsloses Unterfangen.

 

Typ 3 – Der Macher

Fixierung: Erfolg

Aufmerksamkeit: Gute Leistungen, top Resultate

Leistung und Erfolg spielen eine wichtige Rolle im Leben des Typ 3. Typ 3 beurteilt sich und andere automatisch danach, was sie darstellen und sind. In einem guten Licht dazustehen und dafür freundlich und höflich auf Menschen zuzugehen, ist für Typ 3 eine Selbstverständlichkeit. Zur Not täuscht er für ein positives Image auch über Schwächen oder Defizite hinweg. Souverän kann er überspielen, wenn er eigentlich unsicher und «nicht gut drauf» ist.

Typ 3 kann sich extrem gut Menschen und Situationen anpassen. Er möchte unbedingt dazu gehören, dadurch identifiziert er sich schnell mit Gruppen, Teams oder Arbeitgebern. Typ 3 vergleicht sich stark mit anderen und sieht sich schnell in Konkurrenz. In den Beziehungen zu anderen Menschen sucht Typ 3 ständig und automatisch nach Bestätigung, sei es durch Lob, Anerkennung oder Aufmerksamkeit. Ein Ziel zu erreichen stellt für Typ 3 eine große Befriedigung dar. Noch besser, wenn alle anderen es sehen und ihn dafür anerkennen und loben. Typ 3 hat meist eine laute, kritische Stimme im Inneren, die ihn dazu treibt schneller, besser und weiter zu gehen als alle anderen.

 

Typ 4 – Der Individualist

Fixierung: Individualität

Aufmerksamkeit: Das Gute im Fehlenden

Für Typ 4 geht es im Leben um die Einzigartigkeit und seine individuelle Bedeutung. Er ist sehr intuitiv und emotional und entscheidet oft nach dem Bauchgefühl.

Auch wenn Typ 4 nach außen eher selbstbewusst wirkt: innen spielen sich häufig emotionale Dramen ab, die dann teilweise unvermittelt auch nach aussen schwappen können. Typ 4 ist sein Leben lang auf der Suche; nach sich selbst, nach Erfüllung und nach der wahrhaften Liebe. Dabei blickt er sehnsuchtsvoll und mit Neid auf die Menschen um sich herum, die scheinbar glücklicher und erfüllter sind. Gleichzeitig ist seine größte Angst, gewöhnlich zu sein. Typ 4 hat ein unglaublich fantasievolles und reiches Innenleben, in das er sich auch über längere Zeit zurückziehen kann, vor allem wenn er sich missverstanden fühlt.

Typ 4 kann ein sehr künstlerischer Mensch sein, der in der Musik, in der Kunst oder ähnlichem ein Ventil findet, mit dem er seine hohe Emotionalität und Sensibilität verarbeitet. Typ 4 fällt gerne auf, weil er sich dann in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit bestärkt fühlt. Typ 4 Menschen bezeichnen sich selbst meist als hochsensibel.

 

Typ 5 – Der Beobachter

Fixierung: Wissen

Aufmerksamkeit: Anforderungen

Die Hauptthemen im Leben des Typ 5 sind Wissen und Beobachtung. Typ 5 geht Situationen, auch wenn sie emotional sehr angespannt sind, zunächst einmal nüchtern und mit Abstand an. Er bleibt neutral, beobachtend und objektiv.

Es fällt Typ 5 nicht besonders leicht, schnell Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Er versucht auch nicht, sich mit Empathie in andere Menschen hineinzuversetzen, sondern erschließt sich das Verhalten seines Umfelds eher durch Beobachtung, Ratio und Denken. Typ 5 braucht viel Zeit und Raum, um sich mit den Dingen sachlich und hintergründig zu befassen. Anstatt viel oberflächliches, breites Wissen anzuhäufen, geht Typ 5 gerne in die Tiefe.

Menschen des Typ 5 neigen dazu sich manchmal in einer Spirale des Denkens zu verlieren, was ihnen auch mal den Schlaf rauben kann. (Physische) Nähe zu vielen Menschen kann für Typ 5 sehr anstrengend sein. Er braucht dann wieder Zeit alleine, um Kraft zu tanken. Komplexe Zusammenhänge kann Typ 5 gut strukturieren und in Bildern ausdrücken, da er selbst gerne das große Ganze sieht.

 

Typ 6 – Der Skeptiker 

Fixierung: Sicherheit

Aufmerksamkeit: Absichten der Anderen

Typ 6 passt sich an, lächelt zuvorkommend, integriert sich und verhält sich weitgehend unauffällig. Teilweise wirkt er dadurch fast schon langweilig. Was alles im inneren passiert, gibt er erst preis, wenn er Vertrauen gefasst hat. Dies kann bei Typ 6 auch schon mal sehr lange dauern.

Im Leben des Typ 6 spielt Sicherheit eine große Rolle. Typ 6 zeichnet sich durch eine hohe Loyalität aus, die er auch an anderen extrem schätzt. Außerdem typisch sind seine vielen Bedenken und teilweise auch Ängste. Er möchte nichts ausser Acht lassen und seinem starken Sicherheitsbedürfnis zu Liebe alle Möglichkeiten genau abwägen, damit nichts schiefgeht. In vielen Situationen, ob im Team oder in der Familie, hat er dadurch das Gefühl, für alles allein verantwortlich zu sein.

Bei wichtigen Entscheidungen überlegt Typ 6 sehr oft hin- und her und holt sich nicht selten Ratschläge eines Profis ein. Typ 6 hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und setzt sich verantwortungsvoll für diejenigen ein, die benachteiligt sind.

 

Typ 7 – Der Optimist

Fixierung: Spass

Aufmerksamkeit: Möglichkeiten, Pläne, Optionen

Für Typ 7 geht es im Leben darum immer wieder neue Erfahrungen zu machen und Pläne zu schmieden. In dieser Gier nach Neuem ist er schier unersättlich. Typ 7 ist von Grund auf optimistisch und kann allem etwas Positives abgewinnen.

Er hat oft viele Hobbys und probiert vieles aus. Mit diesem breiten Interesse geht Typ 7 nicht so gerne in die Tiefe. Lieber 100 Dinge ausprobiert haben als 5 Dinge richtig gut können. Genauso kann es passieren, dass er mit seiner großen Vorstellungskraft viele Ideen und Pläne für die Zukunft hat, davon aber nur wenige umsetzt.

Typ 7 ist sehr energiegeladen und kann andere gut mitreißen und motivieren. Er ist lebensfroh und er lässt sich nicht gerne Grenzen setzen. Wenn er sich Sorgen macht, dann eher um sich als um andere.

 

Typ 8 – Der Boss

Fixierung: Macht

Aufmerksamkeit: Kontrolle, Gerechtigkeit

Beim Typ 8 handelt es sich meistens um sehr unabhängige, starke Persönlichkeiten mit viel Willenskraft. In Typ 8 findet man charismatische Führungskräfte. Er fordert sich und die Menschen in seinem Umfeld andauernd heraus, mehr zu leisten, an ihre Grenzen zu gehen, schneller nach vorne zu kommen.

Typ 8 kann Potential bei anderen gut erkennen und fördern. Er hat auch eine sehr empfindsame und verletzliche Seite, die er im Alltag meistens versteckt. Wer gegen die klaren Werte des Typ 8 verstösst, hat schnell verloren.

Typ 8 unterschätzt häufig seine sehr dominante und raumgreifende Wirkung und hat häufig ein Problem mit seiner Maßlosigkeit. Er geht sehr oft an seine Grenzen, bis Kopf oder Körper nicht mehr mitmachen. Dann wartet er bis sich alles wieder erholt hat und macht genauso maßlos weiter.

Podcast Interview für den «Life Curation Podcast»